Mahnwache Hiroshima am 8. August 2026

Die Mahnwache ruft zur Ächtung und Abschaffung von Atombomben auf

Auch in diesem Jahr fand wieder die Mahnwache zum Gedenken der Atombombenopfer von Hiroshima und Nagasaki am Monument in Lebenstedt statt. Organisator der Veranstaltung war Die Linke Salzgitter, weitere Teilnehmer waren die IPPNW Regionalgruppe Braunschweig (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.) und Bündnis 90/Die Grünen Salzgitter.

Unser Stand mit Andreas Janke, Holger Dahms und Wolfgang Rosenthal (vlnr)

Die Atombombenabwürfe über Japan 1945 veranlassten den Bürgermeister von Hiroshima, die Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) im Jahr 1982 zu gründen. Das Ziel ist, durch  Kampagnen und Aktionen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Diesem internationalen Netzwerk gehören inzwischen über 8.000 Städte und Gemeinden aus 166 Ländern an. Über 800 Mitglieder sind dem Bündnis in Deutschland beigetreten.  Auch unsere Stadt Salzgitter ist Mitglied des Bündnisses „Mayors for Peace“. Am 6. August 1995 hat der damalige Oberbürgermeister Hermann Struck zusammen mit der Initiativgruppe „Frauen für den Frieden“ aus diesem Anlass eine Gedenktafel auf dem Platz der Städtepartnerschaft in Salzgitter Lebenstedt errichten lassen.       

Holger Dahms eröffnet seine Rede

Holger Dahms, DIE GRÜNEN Salzgitter und unser Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, betonte in seinem Redebeitrag:

„Hiroshima steht bis heute als Symbol für die zerstörerische Kraft der Atomwaffen. Der Abwurf der Atombombe am 6. August 1945 zeigte, wie wissenschaftlicher Fortschritt in einem Krieg zur Massenvernichtung eingesetzt worden ist. Der zweite Weltkrieg zeigt, wie totalitäre Staaten mit ihren fanatischen Ideologien und diktatorischen Systemen Menschenrechte außer Kraft setzen und ganze Gesellschaften in Gewalt und Zerstörung führen. F Wir müssen gegen nationalen Sichtweisen ankämpfen, denn für mich gibt es nur ein Miteinander zur Erreichung einer friedlichen und lebenswerten Welt. Es gibt keinen Planeten B. …Die Frage der Sicherheit, des Risikos und der Verantwortung darf man bei der Atomkraft nicht nur auf die militärische Anwendung beschränken. Wir haben selbst in der friedlichen Nutzung merken müssen, wie gefährlich diese Kraft ist. Schacht Konrad stellt für unsere Region unter Beweis, wie trotz besseren Wissens etwas durchgesetzt werden soll, was schon lange nicht mehr dem Stand der Technik entspricht.“

Abschließend mahnte Holger Dahms: „Hiroshima – Nagasaki – Krieg – Atomkraft:  All diese Begriffe werfen unterschiedliche, aber miteinander verbundene Fragen auf: Wie gehen wir als Gesellschaft mit Technik um? Wie verhindern wir Fanatismus und autoritäre Entwicklungen? Wie übernehmen wir Verantwortung für die langfristigen Folgen politischer und technischer Entscheidungen?

Daher ist dieser Tag gegen das Vergessen so wichtig. Wir müssen gemeinsam gegen die Entwicklungen auf unserer Erde und für unsere Zukunft Zusammenstehen. Wir dürfen nicht aufhören, uns für die gemeinsame Ziele einzusetzen und allen Bestrebungen gegen unsere tolerante, offene Gesellschaft entgegenzuwirken. Es geht nicht um das Gegeneinander – es geht um das Miteinander.

Und vor allem: Es geht um das Nicht-Vergessen.“

In weiteren Redebeiträgen unterstrichen Florian Kraftschuk von der Linksjugend Salzgitter, Thorsten Stelzner mit seiner politischen Lyrik und Dr. Christoph Krämer vom IPPNW Braunschweig die Bedeutung der Mahnwache für Abrüstung und Frieden und gegen das Vergessen.